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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. Februar 2016 um 18:07 Uhr
 
Nachruf Alexander Longolius PDF Drucken
Geschrieben von: Christian Föhse   

In memory of Alexander Longolius (30.12.1935 - 31.01.2016)
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It is with great sorrow that the Checkpoint Charlie Foundation announces the death of its former director and chairman, Alexander Longolius, who died in Berlin on January 31, 2016, at the age of 80.

Alexander Longolius was born in Berlin on December 30, 1935. As a young man, he participated in a year-long high school exchange to the United States organized by the American Field Service, AFS, an experience which not only cemented his love for the United States, but would inspire his work in support of international exchange for the rest of his life. After earning his teaching degree, Longolius taught at the American high school in Berlin for several years in the 1960s.

In 1975, Longolius was elected to the (West) Berlin House of Representatives as a member of the Social Democratic Party. In 1986, while a member of the House of Representatives, he helped found the Initiative Berlin-USA, a non-profit association that organized a large number of people to people exchange projects between Berlin and the United States. In 1994, he was instrumental in the passage of legislation to create the Checkpoint Charlie Foundation, which became perhaps his most important legacy in support of German-American relations. After leaving politics in 1995, he became the foundation’s first executive director, a position he held until 2000, when he was appointed chairman of the executive board of the foundation, guiding its growth and continued development until December of 2014, when he retired from public life completely. In 2005 he was awarded the Federal Service Cross of the Federal Republic of Germany in recognition of his work to further international understanding.

His tireless work in support of German-American relations has touched the lives of tens of thousands of people on both sides of the Atlantic. He has been not only a central figure in the creation and growth of this foundation, but also a valuable advisor, a quiet inspiration for what one person can do to make the world a better place, and a friend. He will be missed.



Seit seinem Jahr als Austauschschüler in den USA, 1952/53 mit dem American Field Service, somit seit mehr als 60 Jahren, steht sein Name für die Förderung der Beziehungen zwischen Berlin (Jahrzehnte lang West-Berlin) und den USA – bald nach seiner Rückkehr aus Connecticut in der Organisation des Schüleraustauschs als President der Berlin Student Returnee Group, als Lehrer, zeitweilig auch Fußballtrainer, an der Berlin American High School, später als langjähriges Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, zeitweilig als Vorsitzender der SPD-Fraktion wie auch als Vizepräsident dieses Parlaments, als einer der Initiatoren und Gründer der Partnerschaft der Parlamente (1984), ebenso der Initiative Berlin-USA (1986) und, nach der deutschen Vereinigung, die auch das Ende der Schutzmachtfunktion der Vereinigten Staaten zur Folge hatte, der Checkpoint Charlie Stiftung Berlin (1994), deren Geschäftsführer er sechs Jahre lang war und in deren Rahmen er u.a. einen Lehreraustausch ins Leben rief, vorrangig zwischen Schulen in Texas und Berlin.

Die Intensivierung und Pflege der deutsch-amerikanischen Beziehungen in politischer, gesellschaftlicher und organisatorischer Vielfalt ist als Zentrum seines Lebenswerkes zu sehen und zu würdigen, wobei sein Engagement nicht aus einer Art blinder Begeisterung gespeist war, sondern sich durchaus mit einer kritischen Haltung gegenüber politischen Positionen auf beiden Seiten verband, immer getragen von großem historischen Sachverstand ebenso wie von seiner sozialdemokratischen Grundüberzeugung.

Als der Verein Berliner Austauschschüler, ehemals Berlin Student Returnee Group, im Jahre 2002 sein fünfzigjähriges Jubiläum beging, äußerte Alexander Longolius in seinem Beitrag zur Festschrift „Schüleraustausch – lebenslänglich?“ zur Organisationsform des „e.V.“, was das Grundprinzip seines Engagements in allen Fällen gewesen ist: „Nie stand der Verein im Vordergrund, immer die Aufgabe, die Welt dadurch ein bisschen besser und friedlicher zu machen, dass man Menschen zusammenbringt, gerade auf diese Weise.“ Das Motto des American Field Service, dem er seine erste, ihn prägende Begegnung mit der „Neuen Welt“ verdankte, „Walk together – talk together“, war auch sein Leitmotiv.

Für sein stets diesem Prinzip folgendes, nahezu lebenslanges soziales und politisches Engagement wurde Alexander Longolius u.a. ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande.

Jede Würdigung seiner Persönlichkeit aber wäre unvollständig ohne die Einbeziehung seines unübertrefflichen Humors, der als geistvoll, schlagfertig oder scharfsinnig nur unzureichend gekennzeichnet wäre, der so häufig seine mündlichen wie schriftlichen Äußerungen würzte, ohne je andere zu verletzen, der ihm selbst aber wohl auch über Enttäuschungen, Rückschläge oder Angriffe hinweghalf.

Nicht zuletzt als mit dieser Eigenschaft so reich ausgestattet werden wir Alexander Longolius in Erinnerung behalten.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. Februar 2016 um 17:55 Uhr
 
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Geschrieben von: Christian Föhse   

 

  • Thanksgiving Dinner, Freitag, 24.11.2017, 18.30 Uhr im Harnack-House, in der Ihnenstrasse 16-20, 14195 Berlin
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 01. November 2017 um 20:55 Uhr